Das erste, was ich spürte, als ich auf die Welt kam, war was angenehm Weichen, irgendwie Schlabbriges. Später wurde mir klar, dass es Mutti war, die liebevoll mein Fell putzte. Ihre Zunge war natürlich etwas 10mal größer als meine. Wahnsinn! Irgendwann machte es dann kracks – und ich was urplötzlich ganz auf mich gestellt. Mutti hatte mir mit Ihren scharfen Zähnen die Nabelschnur durchgebissen. Jetzt würde ich mich also mehr oder weniger alleine durchs Leben schlagen müssen. Ganz schön heftig! Noch dazu war um mich herum bis gestern noch alles zappenduster und mucksmäuschenstill. Ich existierte zwar, aber das Licht der Welt ließ eben doch noch auf sich warten.

 

Darf ich mich vorstellen -- Luc -- , mein Name.

Auf dem Foto neben mir, war ich schon 15 Tage alt – wie doch die Zeit vergeht! Ich erinnere mich und will euch davon erzählen :

 

Langeweile kam trotzdem keine auf. Ich konnte mich prima in Mamis weiches Fell kuscheln und das Beste: es gab da drin so kleine Zitzen, aus denen die köstlichste Milch floß, die man sich nur vorstellen kann - erste Sahne, ehrlich! Das Schlaraffenland ist nichts dagegen.

 

So vertrieb ich mir die erste Zeit mit Kuscheln, Schlürfen und Schlafen. „Nesthocker“ nennt man uns kleine, tollpatschige Hundebabys, weil wir in den ersten Tagen ohne fremde Hilfe gar nicht überleben könnten.

 

Na ja, und seit heute kann ich mich an meiner Umgebung gar nicht satt sehen und - riechen, sage ich Euch. Abenteuerlich, was da alles so zu entdecken ist!

 

Und ich habe noch 4 Geschwister, juchu! Ihr könnt Euch also vorstellen, dass es da einiges zu beschnüffeln und zu erzählen gibt

 

Mit 16 Wochen, sagt Herrchen, ich sei noch nicht ganz aus dem Gröbsten raus und würde mich häufig wie ein Flegel benehmen. Das stimmt ja gar nicht! Aber als ich neulich erfuhr, dass Herrchen ohne mich in Urlaub düsen wollte, da bin ich fast ausgeflippt. Momentan reagiere ich nämlich allergisch auf jede Veränderung zu Hause. Ich überlege fieberhaft, wo ich in meinem neuen Rudel meinen Platz habe. Und das teste ich natürlich auch kräftig aus.

Neulich habe ich auf dem Spaziergang mit Willy – das ist der Sohn meines Rudels, pardon, meiner Familie – sein Pfeifen einfach lässig überhört. Das hätte ich mir bei Herrchen natürlich nicht erlaubt. Außerdem freue ich mich immer so über sein Lob, wenn ich tue, was er will.

Manchmal bin ich hin- und hergerissen, denn da gibt´s so eine flotte Hündin um die Ecke, sage ich Ihnen. Da kann man doch nicht einfach vorbeisausen und so tun, als ob gar nichts wäre! Und neulich bin ich einer Maus hinterhergewetzt und habe gar nicht gemerkt, dass Herrchen völlig hintendran blieb. Er hat ja auch nur zwei Beine und ich vier. Dafür darf es mindestens dreimal täglich fressen, ich leider nur noch zweimal.

 

Aber soll ich Euch was sagen, ich hab´s so im Gefühl: Herrchen und ich, wir werden noch ein

Spitzenteam.